Der Artikel „Der Anonyme der Fähre" von Gil Canha befasst sich mit der Frage der Fährverbindungen zwischen Madeira und dem portugiesischen Festland. Laut dem Autor wurden die Unternehmen Fred Olsen und Trasmediterránea kontaktiert, die positiv auf die Möglichkeit reagierten, einen Abstecher zur Insel zu machen. Diese Unternehmen wiesen jedoch darauf hin, dass es Schwierigkeiten bei den Verhandlungen sowohl mit der portugiesischen Regierung als auch mit der Regionalregierung Madeiras gab, die den einzigen regionalen Reeder (genannt Gruppe Sousa) schütze. Die Unternehmen fügten außerdem hinzu, dass für einen finanziell rentablen Betrieb kommerzieller Ladungsverkehr und RoRo-Fracht (Roll-on/Roll-off) notwendig wäre.
Der Artikel stellt diese Situation mit historischen Beispielen von anonymen Menschen dar, die den Lauf der Weltgeschichte verändert haben. Es werden Irena Sendler erwähnt, eine Krankenschwester aus Warschau, die während des Zweiten Weltkriegs etwa 2.500 jüdische Kinder aus dem Ghetto schmuggelte, sowie Stanislav Petrov, ein sowjetischer Offizier, der 1983 einen falschen Atomalarm erkannte und einen nuklearen Vergeltungsschlag verhinderte.
Weitere Beispiele sind Wang Weilin, bekannt als „Tank Man", der sich am Tag nach dem Massaker auf dem Tiananmen-Platz in Peking vor Panzer stellte, sowie Nicholas Winton, ein junger Londoner Börsenmakler, der vor dem Zweiten Weltkrieg den Transport und die Aufnahme von 669 größtenteils jüdischen Kindern aus der Tschechoslowakei organisierte.
Der Artikel kritisiert scharf „den Anonymen der Fähre" und deutet an, dass diese Person oder Entität Lösungen für eine Fähre nach Madeira blockiert – die einzige europäische Insel ohne Fährverbindung zum Festland – und sich auf Kosten anderer bereichert, während sie hohe Rechnungen für Dienstleistungen hinterlässt. Der Autor schließt mit der Feststellung, dass es „Anonyme und Anonyme" gibt, und würdigt diejenigen, die positiv zur Demokratie und zur Gesellschaft beitragen.




