Der Innenminister Luís Neves kündigte an, nicht zurückzutreten, und übernahm dieselbe Haltung der Weigerung, dem politischen Druck nachzugeben, die der Präsident der Regionalregierung von Madeira, Miguel Albuquerque, üblicherweise in Krisensituationen an den Tag legt. In der Quinta Vigia erklärte Luís Neves den Journalisten: „Ich entscheide, wann es soweit ist. Nicht ihr." Eine Rhetorik, die identisch mit jener Alburquerques ist.
Der Artikel weist darauf hin, dass Luís Neves von der Polícia Judiciária kommt und an der Seite Alburquerques denselben Tenor der Stärke und der Weigerung zu kapitulieren reproduziert. Beide versuchen, den Fokus von den Rücktrittsforderungen durch Feldagenden abzulenken, wie etwa Besuche bei PSP- und GNR-Einrichtungen auf Madeira und Porto Santo, sowie Kritik am „historischen Investitionsrückgang", und versuchen das Bild zu vermitteln, dass die Regierung weiterhin funktionsfähig ist.
Alburquerques Erklärung, das Vertrauen in Luís Neves aufrechtzuerhalten, zeigt das Bestreben der PSD, keine „Dominoeffekte" zu erzeugen. Der Artikel vertritt die Ansicht, dass ein Nachgeben gegenüber Rücktrittsforderungen von dieser Führung als Zeichen der Schwäche gesehen wird, das die Opposition stärken würde.
Der Text kommt zu dem Schluss, dass diese Normalisierung des Verbleibs im Amt um jeden Preis das Vertrauensverhältnis zwischen den Bürgern und den demokratischen Institutionen untergräbt und dass das Erstarken des Populismus, wie etwa der Partei Chega, durch diese Art von Verhalten gefördert wird. Der Artikel warnt davor, dass politische Verantwortung und Rücktrittsforderungen historisch gesehen lebenswichtige Mechanismen demokratischer Hygiene waren.




