Die Direção Geral de Alimentação Veterinária hat laborbestätigt das Vorhandensein der Newcastle-Krankheit bei Wildvögeln auf den azoreanischen Inseln São Miguel, Terceira, Graciosa und Pico bestätigt. Die betroffenen Arten sind die Felsentaube und die Türkentaube, wie vom regionalen Direktor für Landwirtschaft, Veterinärmedizin und Ernährung, Luís Estrela, auf einer Pressekonferenz in Angra do Heroísmo mitgeteilt. Die Azoren warten noch auf die Ergebnisse des Instituto Nacional de Investigação Agrária e Veterinária für die Inseln Faial und Santa Maria, wo ähnliche Symptome beobachtet wurden, aber bisher ohne laborbestätigte Diagnose.
Die erste Meldung über ungewöhnliche Mortalität bei Wildvögeln wurde Anfang Juli empfangen, mit 134 registrierten Fällen in neun Gemeinden. Davon führten 17 zur positiven Bestätigung der Newcastle-Krankheit. Die Behörden untersuchen auch das Vorhandensein der Vogelgrippe, aber alle bekannten Ergebnisse waren negativ. Die epidemiologische Studie über das Eintreten des Virus in den Archipel ist noch im Gange, wobei die am meisten in Betracht gezogene Hypothese die Ankunft eines infizierten Wildvogels ist; die Möglichkeit einer Vergiftung wurde ausgeschlossen.
Bisher wurden keine Fälle bei Geflügel festgestellt, wobei alle bei diesen Vögeln durchgeführten Analysen negative Ergebnisse lieferten. Die Hauptsorge der Behörden ist es, die Übertragung des Virus auf Geflügelbetriebe zu verhindern, die Empfehlungen zur Verstärkung der Schutzmaßnahmen erhalten haben. Das Risiko für die menschliche Bevölkerung wird als sehr gering eingestuft, da humane Infektionen selten sind und umumnya mit direktem, ungeschütztem Kontakt mit infizierten Vögeln verbunden sind.
Die DGAV empfahl den Züchtern, die Impfungen der Vögel auf dem neuesten Stand zu halten, die Reinigung und Desinfektion der Anlagen zu verstärken und Wasser und Futter vor Kontakt mit Wildvögeln zu schützen. Die Jagd auf Felsentauben ist auf allen Inseln seit dem 13. August verboten, und jede ungewöhnliche Mortalität in Verbindung mit respiratorischen, digestiven oder neurologischen Symptomen muss den offiziellen Veterinärdiensten gemeldet werden. Wer einen kranken oder toten Vogel findet, sollte ihn nicht berühren, und der Vorfall sollte dem Serviço de Desenvolvimento Agrário der jeweiligen Insel oder der SOS Ambiente-Hotline gemeldet werden.




