Die Gehaltserhöhungen in Portugal werden in den kommenden Jahren moderat bleiben, wobei die durchschnittlichen Unternehmensbudgets bei 3% im Jahr 2026 liegen und eine leichte Steigerung auf 3,2% im Jahr 2027 verzeichnen werden. Diese Schlussfolgerung ergibt sich aus dem neuesten Salary Budget Planning Report der Beratungsfirma WTW, die auf eine zunehmend selektive Strategie bei der Vergabe von Gehaltserhöhungen hinweist, wobei kritisches Talent und strategische Funktionen bevorzugt werden. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (53%) gibt an, das ursprünglich für 2026 festgelegte Gehaltsbudget nicht verändert zu haben, was auf eine größere Sorgfalt bei der Finanzplanung hindeutet.
Gemäß der Studie setzen die portugiesischen Organisationen weiterhin einen vorsichtigen Ansatz bei der Verwaltung ihrer Gehaltspolitik fort. Zu den wichtigsten Faktoren, die die Entscheidungen bezüglich der Gehaltserhöhungen beeinflussen, gehören das Kostenmanagement, das von 32% der Organisationen genannt wird, gefolgt von der Inflation (24%) und der Erwartung einer möglichen Rezession oder ungünstigerer Finanzergebnisse (24%). Sandra Bento, Direktorin für Rewards Data Intelligence bei WTW Portugal, weist darauf hin, dass die Unternehmen kritische Funktionen, knappe Kompetenzen, Schlüsseltalente und Mitarbeiter mit besserer Leistung bevorzugen, anstatt allgemeine Erhöhungen vorzunehmen.
Die Studie zeigt auch einen relativ stabilen Arbeitsmarkt. Etwa 85% der Arbeitnehmer sind in ihren jeweiligen Organisationen geblieben, und nur 7,7% der Unternehmen haben die Mitarbeiterzahl erhöht. Dieses Szenario deutet darauf hin, dass viele Organisationen ihre Bemühungen auf die Bindung bestehender Fachkräfte konzentrieren. Um den Wertbeitrag gegenüber den Mitarbeitern zu stärken, investieren die Unternehmen auch in Initiativen, die über die Vergütung hinausgehen, wie die Verbesserung der Mitarbeitererfahrung (43%), die Stärkung von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten




