Die Administration von Präsident Donald Trump hat den Bau eines neuen Abschnitts der Mauer an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko im Süden Arizonas begonnen und damit einen Konflikt mit der Nation der Tohono O'odham ausgelöst. Die US-Regierung verteidigt das Projekt als Teil ihrer Strategie zur Stärkung der Grenzsicherheit und zur Bekämpfung irregulärer Einwanderung und des Drogenhandels.
Der Stamm der Tohono O'odham, der etwa 37.000 Mitglieder hat, wirft der Regierung eine Invasion seines Landes vor. Nach Angaben der Stammesbehörden begleiteten bewaffnete Bundesagenten vom Staat beauftragte Teams, die in das Gebiet kamen, um die Arbeiten aufzunehmen. Die indigene Gemeinschaft erklärt, dass der Bau irreversible Schäden an Bergen und anderen Stätten von großer spiritueller und kultureller Bedeutung verursachen kann.
Der Stamm reichte eine Klage ein, um das Projekt zu stoppen, aber ein Bundesrichter lehnte den Antrag auf Aussetzung ab und vertrat die Ansicht, dass die Regierung auf einem bestehenden Bundesschutzstreifen in der Region, der sogenannten Roosevelt Reservation, vorgehen könnte. Dennoch bestreiten die indigenen Führer die Art und Weise, wie die Arbeiten durchgeführt werden, und argumentieren, dass der Zugang von Fahrzeugen und Arbeitern durch Stammesgebiete ohne Genehmigung eine Invasion darstellt.
Bisher wurden keine physischen Zusammenstöße zwischen Vertretern des Stammes und Bundesagenten registriert. Der Vorfall verschärft die Debatte über die Grenzen der Einwanderungs- und Sicherheitspolitik der Vereinigten Staaten, insbesondere wenn Bundesprojekte mit den territorialen und kulturellen Rechten indigener Gemeinschaften in Konflikt geraten.




