Die portugiesische Regierung kündigte die 100%ige Ausführung des Plans für Wiederherstellung und Resilienz an, nach Erfüllung der 44 Reformen und Meilensteine, die mit der Europäischen Kommission vereinbart worden waren, und sicherte damit den Zugang zu mehr als 16 Milliarden Euro an EU-Subventionen zu. Die Zusicherung wurde vom Wirtschafts- und Territorialzusammenhangsminister Manuel Castro Almeida präsentiert, der die Fertigstellung aller vorgesehenen Reformgesetze bestätigte.
Jedoch bleiben Dutzende strukturierender Bauprojekte in verschiedenen Gemeinden des Landes unvollendet. Um die Meilensteine gegenüber Brüssel als erfüllt darzustellen, übertrug die Exekutive mehrere Prioritätsinvestitionen in die nationale finanzielle Verantwortung und entfernte sie aus dem EU-Plan. Rund zwei Milliarden Euro an Interventionen wurden thus aus dem europäischen Budget entfernt, um aus dem Staatshaushalt finanziert zu werden.
Zu den am stärksten betroffenen Bereichen gehören der öffentliche Wohnungsbau und die Verkehrsnetze. Mehrere Investitionen in den Wohnungsbestand erlitten erhebliche Verzögerungen aufgrund des Arbeitskräftemangels und der steigenden Kosten im Baugewerbe. Auch Eisenbahnprojekte und Verbesserungen an Gesundheitseinrichtungen sahen ihre Fristen über die von Brüssel geforderte Grenze hinaus verlängert.
Minister Manuel Castro Almeida versicherte, dass die Übertragung dieser Ausgaben auf die öffentliche Hand keine Erhöhung der Steuerlast mit sich bringen wird, und erklärte, die Regierung werde in dieser Hinsicht eine gute Haushaltsführung beibehalten. Die Überwachung der physischen Bauarbeiten wird nun ausschließlich unter nationaler Kontrolle in den kommenden Haushaltsjahren fortgesetzt.




