In der aktuellen Lage üben externe Effekte einen dominierenden Einfluss auf die Zinssätze in der Eurozone und in Portugal aus. Der Artikel erklärt, dass es lange Zeit einen weltweiten Sparüberschuss gab, insbesondere chinesischen Ursprungs, der die Zinssätze auf Werte nahe Null gedrückt hat, und dass die Zentralbanken lediglich auf Bewegungen der Realwirtschaft reagierten.
In Bezug auf die nominalen kurzfristigen Zinssätze werden diese von der jüngsten und erwarteten Inflationsentwicklung dominiert, wobei der vorherrschende Effekt aus dem Anstieg der Energiepreise resultiert, ausgelöst durch den Angriff der USA auf den Iran seit dem 28. Februar. Der Autor argumentiert, dass die Entscheidungen der EZB und die Euribor weiterhin von den nordamerikanischen Maßnahmen im Nahen Osten dominiert werden, bis ein dauerhafter Waffenstillstand erreicht wird.
Was die langfristigen Zinssätze betrifft, identifiziert der Artikel als Hauptfaktoren die fiskalische Unverantwortlichkeit in den USA, mit der Erwartung anhaltend hoher Defizite und steigender öffentlicher Verschuldung, sowie den Wandel Japans, das nun verstärkt im Inland investiert mit Zinssätzen auf einem 30-Jahres-Hoch, und dadurch weniger für die Märkte der Eurozone verfügbar ist. Auch Frankreich wird aufgrund seiner politischen Verstrickung erwähnt, auf dem Weg zu Präsidentschaftswahlen ohne Kandidaten, die die Haushaltskontrolle verteidigen.
Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass Portugal diesen Herausforderungen in einer relativ günstigen Position gegenübersteht, dank der Arbeit zur Reduzierung der öffentlichen Verschuldung durch die letzten Regierungen, auch wenn es nicht umhin kann, unter den negativen Auswirkungen der beschriebenen externen Einflüsse zu leiden.




