Marco Antônio Superman, Senatskandidat für Minas Gerais von der Partei Novo, steht nach der Leugnung der Existenz von Femizid im Mittelpunkt von Kontroversen. Der Politiker wurde kritisiert, als seine Äußerungen zum Thema öffentliche Aufmerksamkeit erlangten. In einem Interview mit der Zeitung O Globo führte er diese Position auf das zurück, was er als "begriffliche Verwirrung" zum Thema bezeichnete, und vertrat die Ansicht, der Begriff sei ein "Neologismus der Linken".
Der Kandidat erklärt, er glaube an exemplarische Bestrafung für jeden Mann, der Frauen angreife, und sei der Meinung, dass die Strafen härter ausfallen sollten. Er argumentiert jedoch, dass man mit der "Schaffung von Neologismen" die tatsächliche Kriminalität nicht bekämpfen könne. Superman setzt sich sogar für die Streichung des Begriffs aus dem Strafgesetzbuch und die Wiederherstellung der ursprünglichen Qualifikation des Totschlags ein, wie dies ab 2015 der Fall war.
Die geltende Gesetzgebung definiert Femizid als die Tötung einer Frau aufgrund ihres weiblichen Geschlechts. Die Klassifizierung wurde 2015 in das Strafgesetzbuch aufgenommen, was Debatten über die Terminologie und ihre Anwendung auslöste. Die Partei Novo, der Superman angehört, wird von Gouverneur Romeu Zema von Minas Gerais angeführt.




