Der Bürgermeister von Oeiras, Isaltino Morais, wird vom Rechnungshof (TdC) wegen der Besetzung von Führungspositionen ohne öffentliche Ausschreibung vor Gericht gestellt. Die Situation bezieht sich auf die wiederkehrende Praxis, Personen in Leitungspositionen im Vertretungsmodus zu ernennen, ohne dass sie dem gesetzlich vorgeschriebenen Ausschreibungsverfahren unterzogen wurden.
Die Gemeinde Oeiras verfügt derzeit über 58 Führungskräfte im Vertretungsmodus, von denen einige diese Positionen bereits seit mehreren Jahren innehaben. Diese Situation stellt einen Verstoß gegen die Vorschriften dar, die die Ausschreibung von Wettbewerben für die Besetzung von Führungs- und Leitungspositionen in den kommunalen Diensten vorschreiben.
Isaltino Morais weigerte sich, eine Geldstrafe von 2.500 Euro zu zahlen, die vom Rechnungshof verhängt wurde, was dazu führte, dass der Fall zum Prozess überwiesen wurde. Neben dem Bürgermeister sind auch andere Kommunalpolitiker in dieses Gerichtsverfahren involviert.
Der Fall ereignet sich in einem Kontext, in dem die Besetzung von Führungspositionen ohne Ausschreibung in der öffentlichen Verwaltung zunehmend von den Aufsichtsbehörden kritisch geprüft wird, die auf die Risiken einer Verletzung der Grundsätze von Transparenz, Gleichheit und Verdienst bei Rekrutierungsverfahren hinweisen.




