Die wichtigsten politischen Parteien und Organisationen der Zivilgesellschaft in Guinea-Bissau haben zum Boykott des für Sonntag angesetzten Verfassungsreferendums aufgerufen. Der Aufruf erfolgte über ein Kommuniqué der Frente Única, die diese politischen und sozialen Kräfte des Landes vereint.
Die Frente Única klassifizierte das Referendum als ein „Pseudo-Referendum" und betrachtete es lediglich als eine „Farce", die von der Regierung organisiert wurde. Laut dem Kommuniqué ist das Ziel dieses Verfahrens, ein „usurpatorisches Regime" zu „legitimieren", das angeblich den Willen des guineischen Volkes nicht respektiert.
Das Kommuniqué führt weiter aus, dass die Frente Única der Ansicht ist, dass das Referendum darauf abzielt, sich von dem „frei in den Wahlurnen zum Ausdruck gebrachten Volkswillen" zu entfernen, was darauf hindeutet, dass es eine demokratische Spaltung im Land gibt. Diese vereinte Position der wichtigsten Parteien und Organisationen der Zivilgesellschaft stellt eine bedeutende Herausforderung für die guineische Regierung bei der Durchführung dieser Volksabstimmung dar.




