Richter Alexandre de Moraes vom Obersten Gerichtshof (STF) beschuldigte den Berichterstatter im Fall Banco Master, André Mendonça, eine selektive Freigabe von geheimen Dokumenten zum Vorteil und zum Schutz einer bestimmten politischen Gruppe zu fördern. Die Beschuldigung wurde als Antwort auf Mendonça erhoben, der zuvor erklärt hatte, dass alle Dokumente des Verfahrens bereits entsiegelt worden seien und den Kabinetten der Richter vollständig zur Verfügung stünden.
Moraes bestritt die Behauptung von Mendonça und wies darauf hin, dass eine "selektive und gezielte" Aufhebung des Sigillos stattgefunden habe, mit Begünstigung bestimmter politischer Amtsträger. Der Richter forderte außerdem erneut die Bereitstellung des auf dem Handy des Bankiers Daniel Vorcaro beschlagnahmten Materials, das sich zuvor im Gewahrsam von Mendonça Kabinett befand und sich derzeit bei der Bundespolizei befindet.
Der Richter argumentierte, dass es nicht Sache des Berichterstatters sei, zu entscheiden, welche Dokumente den anderen Mitgliedern des Kollegiums für die Verhandlung des Falls zugänglich sein sollten. Angesichts dessen bat er um die Intervention des STF-Präsidenten Edson Fachin, um die Frage des Zugangs zu den Dokumenten zu klären.




