Die Datafolha-Umfrage zeigt ein Szenario mit einem statistischen Unentschieden in der Auseinandersetzung um den Präsidentenpalast in einer möglichen Stichwahl zwischen Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (PT) mit 46% der Wahlabsichten und Senator Flávio Bolsonaro (PL) mit 44%. Die Fehlerquote beträgt zwei Prozentpunkte. Acht Prozent der Befragten erklärten, weiß oder leer zu wählen, während 1% angaben, unentschlossen zu sein. Die Zahlen sind identisch mit denen der vorherigen Runde der Umfrage.
Die Erhebung wurde zwischen dem 8. und 11. September durchgeführt, einem Zeitraum, der von den Entwicklungen in der Krise am Obersten Gerichtshof (STF) geprägt war. Die Umfrage lief zwischen Dienstag, als Minister André Mendonça Andrei Rodrigues von seiner Funktion als Generaldirektor der Bundespolizei enthob, und Freitag, als ein Teil der Vertraulichkeit im Master-Fall aufgehoben wurde.
Die Studie wurde von der „Folha de S. Paulo" und der Globo-Gruppe in Auftrag gegeben. Es wurden 2.002 Personen befragt, und die Umfrage zeigt ein Szenario der Stabilität bei den Wahlabsichten, da die Prozentzahlen von Lula und Bolsonaro im Vergleich zur vorherigen Runde unverändert geblieben sind.
Der Kontext der Umfrage liegt etwa drei Wochen vor dem Beginn der Wahlen, inmitten der politischen Spannung zwischen dem Obersten Gerichtshof und der Bundespolizei, mit Entwicklungen, die die Stimmung der Wählerschaft in den kommenden Wochen beeinflussen könnten.




