Die Luftwaffenbasis Nr. 11 in Beja war vom 7. bis 11. September Austragungsort der Space EX26, der ersten militärischen Übung, die spezifisch den Operationen im Weltraumbereich gewidmet war und in Portugal stattfand. Die Portugiesische Luftwaffe organisierte und leitete die Übung, an der Militärangehörige und Spezialisten aus sechs Ländern teilnahmen: Portugal, Spanien, Frankreich, die Niederlande, die Vereinigten Staaten von Amerika und das Vereinigte Königreich, ergänzt durch eine Vertretung der NATO. Die Ziele bestanden darin, die multinationale Zusammenarbeit zu stärken, den Informationsaustausch zu verbessern und die Fähigkeit zu entwickeln, gemeinsame Weltraumoperationen durchzuführen, mit besonderem Augenmerk auf der Interoperabilität der Führungs- und Kontrollsysteme.
Während der fünf Tage wurden Bereiche wie Orbitüberwachung, Verwaltung von Weltraumdaten, Führung und Kontrolle, operative Koordinierung und gemeinsame Nutzung von Sensoren, Produkten, Dienstleistungen und Wissen bearbeitet. Die Luftwaffe ordnete die Initiative in ein zunehmend überlastetes und wettbewerbsintensives Weltraumumfeld ein, in dem die Fähigkeit, Objekte im Orbit zu identifizieren und zu verfolgen sowie Informationen zwischen verbündeten Ländern auszutauschen, von wachsender operationeller Bedeutung ist.
Die Übung umfasste zudem eine Kontaktkomponente mit Unternehmen der Raumfahrtbranche. Am 10. September fand der Distinguished Visitors Day statt, an dem Verantwortliche der von Chiara Manfletti geleiteten Neuraspace, der von Francisco Cunha geleiteten GEOSAT und der von Rui Costa geleiteten ICEYE Portugal die Basis besuchten. Ebenfalls anwesend waren der 2. Luftwaffenkommandant, Generalmajor António Moldão, sowie der Kommandant der Luftwaffenbasis Nr. 11, Oberst Nuno Monteiro da Silva, die die Gäste durch den Operationsbereich führten.
Die Wahl von Beja war kein Zufall, da die Basis über ein optisches Teleskop von Neuraspace verfügt, das im Rahmen einer Partnerschaft mit der Portugiesischen Luftwaffe installiert wurde und der Verfolgung von Objekten im Orbit dient. Mit der Durchführung dieser ersten nationalen Übung dieser Art und dem Vorhandensein bereits installierter Beobachtungsfähigkeiten in der BA11 verbindet Beja nun mit seiner traditionellen luftfahrttechnischen Bedeutung eine neue Dimension im Zusammenhang mit dem Weltraumbereich und der Entwicklung militärischer Fähigkeiten in diesem Sektor.




