Wissenschaftler untersuchen die Möglichkeit, dass die Sonne in den frühen Tagen des Sonnensystems einen felsigen Planeten vom Typ Super-Erde verschlungen hat. Diese Hypothese basiert auf der Analyse chemischer Signaturen, die im Inneren unseres Sterns gefunden wurden. Die Studie legt nahe, dass dieses katastrophale Ereignis während der Entstehung des Sonnensystems vor etwa 4,6 Milliarden Jahren stattgefunden haben könnte.
Die Forscher analysierten Daten zur chemischen Zusammensetzung der Sonne und suchten nach Anomalien, die auf das Vorhandensein von Material aus einem zerstörten Planeten hinweisen könnten. Die chemische Signatur, die dieses Ereignis hinterlassen hat, könnte in den inneren Schichten des Sterns erhalten geblieben sein, wo sich schwerere Elemente im Laufe der Zeit ansammeln.
Diese Art von Ereignis gilt im Universum nicht als selten. Es ist bekannt, dass Sterne in der Entstehungsphase Planeten verschlucken können, die sehr nah um sie kreisen, insbesondere während Planetenwanderungsprozessen. Im Fall des Sonnensystems glauben Wissenschaftler, dass die Abwesenheit von Super-Erden unter den verbleibenden Planeten durch dieses Szenario des stellaren Kannibalismus erklärt werden könnte.
Die Autoren der Studie hoffen, dass zukünftige Beobachtungen und ausgefeiltere Modelle diese Theorie bestätigen oder widerlegen können, was zu einem besseren Verständnis der Entstehung und Entwicklung unseres Sonnensystems beitragen würde.



