Ein Bericht der Bundespolizei, der am 8. Juli an das Oberste Bundesgericht übermittelt wurde, untersucht Straftaten wie Geldwäsche, Devisenbetrug und Korruption im Zusammenhang mit dem Film "Dark Horse", der die Geschichte von Jair Bolsonaro erzählt. Die Kinokassenprognose des Werks war einer der Hinweise, die die Beamten dazu veranlassten, die Untersuchung einzuleiten.
Dem Dokument "Geschäftsplan Kapitän des Volkes V5" zufolge, das auf dem Mobiltelefon von Daniel Vorcaro, Direktor der Banco Master, beschlagnahmt wurde, sah das optimistischste Szenario der Produzenten Vorführeinnahmen von bis zu 100 Millionen US-Dollar vor. Weitere Szenarien, die dem Bankier vorgelegt wurden, betrugen 70 Millionen US-Dollar (konservativ) und 45 Millionen US-Dollar (pessimistisch).
Die PF wies darauf hin, dass ein offensichtliches Missverhältnis zwischen dem für die Produktion von "Dark Horse" vorhergesehenen Betrag und den üblicherweise auf dem brasilianischen Audiovisionsmarkt angewandten Parametern besteht. Dem Bericht zufolge stellt dieser Umstand für sich allein noch keine Straftat dar, bekräftigt jedoch die Notwendigkeit der Untersuchung.




