Roland Favre, ein 63-jähriger Schweizer Staatsbürger, wurde von dem Unternehmen entlassen, in dem er 40 Jahre lang gearbeitet hatte, nur ein Jahr vor dem Ruhestand. Favre begann als Telefonagent und wurde Logistikleiter, wobei er vier Jahrzehnte lang für dieselbe Firma tätig blieb, an Schulungen teilnahm und neue Verantwortungen übernahm. Der Arbeitnehmer hatte einen unbefristeten Vertrag und wurde von einer Umstrukturierung erfasst, die rund 200 Arbeitsplätze in Europa eliminierte, darunter seine Stelle in den Strukturen in Deutschland, Österreich und Slowenien.
Nach der Entlassung erhielt Favre zunächst kein Angebot für eine vorzeitige Rente oder zusätzliche Abfindung. Erst nachdem er mitteilte, dass er einen Anwalt einschalten wollte, konnte er eine Entschädigung verhandeln, die sechs Monatsgehältern entspricht. Der Arbeitnehmer zeigte Empörung über die Art und Weise, wie er behandelt wurde: „Ich fühle mich wie ein Müllsack weggeworfen", sagte er.
Seitdem hat er über 150 Bewerbungen verschickt und Personalvermittlungsagenturen kontaktiert, ohne eine neue Festanstellung zu finden. In einem Interview sagte ihm ein Personalverantwortlicher, dass die offenen Stellen „nur junge Leute" anziehen und dass das Unternehmen aufgrund interner Vorgaben keine Personen über 55 Jahren einstellen könne. Angesichts der Schwierigkeiten, eine Anstellung zu finden, begann Favre, eine vorzeitige Rente in Betracht zu ziehen, obwohl ihn sein Finanzberater gewarnt hatte, dass er mit dieser Option viel Geld verlieren würde.
Der Artikel weist auch darauf hin, dass in Portugal das reguläre Renteneintrittsalter für die Altersrente im Jahr 2026 bei 66 Jahren und 9 Monaten liegt. Es gibt spezifische Regelungen für sehr lange Versicherungskarrieren und für langfristige unfreiwillige Arbeitslosigkeit, aber der Verlust des Arbeitsplatzes kurz vor dem Ruhestand berechtigt nicht allein dazu, sofort eine Rente ohne Abschläge zu erhalten.




