Der Richter des Obersten Gerichtshofs Alexandre de Moraes erklärte am Freitag, dass sein Kollege André Mendonça, Berichterstatter in den Master- und INSS-Fällen, die gerichtliche Vertraulichkeit der Verfahren nur dann aufhob, als er es für angebracht hielt, und dabei 180 Dokumente ausschloss, die hätten veröffentlicht werden müssen. Diese Erklärung stellt ein weiteres Kapitel im Streit zwischen den beiden Richtern des Gerichtshofs dar.
Moraes schrieb, dass Mendonça, "als direkt interessierte Partei an der Entscheidung über beide PETs 16.704 und 16.662", die Aufhebung der Vertraulichkeit subjektiv ausgewählt und nur das öffentlich zugänglich gemacht habe, was ihm passte. Der Richter deutete an, dass sein Kollege parteiisch gehandelt habe, als er auswählte, welche Dateien öffentlich gemacht werden sollten.
Laut Moraes war die Selektivität bei den 15 Verfahren in oder im Zusammenhang mit PET 15.556 noch größer, wo die Vertraulichkeit nur teilweise aufgehoben wurde, wobei die 180 Dokumente ausgeschlossen wurden und die Beweisanalyse der Fälle erschwert wurde. Das vollständige Dokument erscheint im letzten verfügbaren Abschnitt abgeschnitten.




