Genelle Guzman McMillan, Mitarbeiterin der Port Authority of New York and New Jersey, war die letzte Person, die lebend aus den Trümmern der Zwillingstürme des World Trade Center in New York geborgen wurde, nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Fünfundzwanzig Jahre nach der Tragödie gab sie der Zeitschrift "People" ein Interview, um sich an das Grauen und den Glauben zu erinnern, die sie am Leben hielten.
An jenem Morgen arbeitete Genelle, damals 30 Jahre alt, im 64. Stock des Nordturms. Um 8:46 Uhr erschütterte der erste Aufprall des Flugzeugs das Gebäude. Minuten später, als sie das Beben des zweiten Flugzeugs spürte, das den Südturm traf, begann sie zusammen mit ihrer Kollegin Rosa den Abstieg über das Nottreppenhaus.
Genelle hielt im 13. Stock an, um ihre High Heels auszuziehen, die ihre Füße schmerzten. In diesem Moment, um 10:28 Uhr, stürzte der Turm vollständig ein. "Alles explodierte. Alles stürzte ein und fiel auf mich herab", erinnerte sie sich gegenüber der Publikation.
Genelles Überleben gilt als Wunder. Sie behauptete, von einem mysteriösen Fremden gerettet worden zu sein, den sie ihren "Engel" nennt, während sie zwischen den Trümmern lag. Die Geschichte ihrer Rettung bleibt eines der ergreifendsten Kapitel der Tragödie, bei der an jenem Morgen nahezu 3.000 Menschen ums Leben kamen.




