Die Gemeinden Alcoutim und Sanlúcar de Guadiana haben einen gemeinsamen Brief an die Regierungen von Portugal und Spanien geschickt, in dem sie zu einer neuen politischen und administrativen Anstrengung aufrufen, um die Hindernisse zu überwinden, die dem Bau der Internationalen Brücke über den Guadiana noch im Wege stehen. Die Bürgermeister der beiden Gemeinden, Paulo Jorge Cavaco Paulino und José María Pérez Díaz, äußerten „tiefgreifende Besorgnis" angesichts der Sackgasse, die diese strategische Infrastruktur seit Jahrzehnten verzögert.
Das Projekt kam im Oktober 2024 voran, als Portugal und Spanien während des XXXV. Luso-Spanischen Gipfels in Faro die Vereinbarung unterzeichneten. Anschließend wurde ein Gemeinsamer Portugiesisch-Spanischer Technischer Ausschuss gebildet, der die Analyse des Projekts im Oktober 2025 aufnahm. Derzeit wartet das Verfahren auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung des spanischen Ministeriums für ökologischen Übergang und demografische Herausforderungen, die als notwendig erachtet wird, damit das Projekt fortgesetzt werden kann.
Die Gemeinden argumentieren, dass die Brücke die Erreichbarkeit des grenzüberschreitenden Gebiets verbessern, die Verbindung zwischen dem Algarve und Andalusien stärken und zur territorialen Kohäsion zweier Gemeinschaften beitragen kann, die durch Binnenlage, geringe Bevölkerungsdichte und Entvölkerung gekennzeichnet sind. Die Infrastruktur könnte zudem die Wirtschaft und den Tourismus ankurbeln, Investitionen und neue Bewohner anziehen sowie die Zusammenarbeit bei der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen stärken, insbesondere in den Bereichen Feuerwehr und Katastrophenschutz.
Alcoutim und Sanlúcar haben sich den Regierungen zur Zusammenarbeit bei der Lösung der ausstehenden Fragen zur Verfügung gestellt und bekräftigt, dass sie dazu beitragen wollen, dass alle Umwelt-, Technik- und Verwaltungsanforderungen erfüllt werden. Die beiden Gemeinden fordern, dass die Gelegenheit und die bereits geleistete Arbeit nicht verloren gehen, und betrachten die Brücke als eine seit langem erwartete Transformation für das Gebiet.




