Die Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außenpolitik, Kaja Kallas, vertrat die Ansicht, dass die EU ein gemeinschaftliches Handelsverbot mit den als illegal geltenden israelischen Siedlungen verhängen sollte, in einer Position, die den Druck auf Israel verstärkt.
Kallas zog einen Vergleich zwischen der Situation der von Israel besetzten Gebiete im Westjordanland und der russischen Annektion der Krim und schlug vor, dass die EU einen ähnlichen Ansatz von Handelssanktionen gegen illegale Siedlungen anwenden sollte.
Die für die europäische Außenpolitik Verantwortliche argumentierte, dass die EU ihre Handelspolitik mit der Position in Einklang bringen müsse, die sie in Bezug auf die Krim innehat, wo sie die russische Annektion verurteilt und wirtschaftliche Beschränkungen verhängt.
Diese Position ergibt sich vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen der EU und Israel, wobei Kallas vertrat, dass Sanktionen gegen Siedlungen eine logische Erweiterung der europäischen Politik gegen territoriale Besetzungen darstellen würden, die nach internationalem Recht als illegal gelten.



