Emma Bonino, eine der markantesten politischen Figuren des zeitgenössischen Italien, starb im Alter von 78 Jahren. Als Italienerin baute sie ihre Laufbahn auf der Verteidigung der Frauenrechte auf, insbesondere des Rechts auf Abtreibung, und wurde zu einer internationalen Referenz des Feminismus. Als ehemaliges Mitglied der Radikalen Partei bekleidete Bonino bedeutende Ämter wie Abgeordnete, Senatorin, europäische Kommissarin und Außenministerin und erwarb sich die Anerkennung verschiedener politischer Strömungen des Landes.
+Europa, die kleine von Bonino gegründete Partei, reagierte auf den Tod mit einem Facebook-Beitrag: „Heute verlieren wir nicht nur unsere Führerin, sondern auch eine der klarsten, mutigsten und freiesten Figuren der politischen Geschichte unseres Landes."
Im Jahr 2015 wurde bei Bonino Lungenkrebs diagnostiziert. Im Jahr 2023 war sie von der Krankheit geheilt worden, doch ein Jahr später wurde sie wegen Atemproblemen ins Krankenhaus eingeliefert. Während ihrer Genesung zu Hause erhielt sie einen überraschenden Besuch von Papst Franziskus.
Die beiden teilten die Sorge um die Rechte der Migranten und schätzten einander sehr, trotz der kulturellen und religiösen Unterschiede, die sie trennten.




