Die Europäische Volkspartei (EVP), die größte politische Gruppe im Europäischen Parlament, erstellt ein Positionspapier zur EU-Politik gegenüber China. Dieses Dokument entsteht zu einem Zeitpunkt, an dem die Beziehungen zwischen der EU und China zunehmenden Spannungen ausgesetzt sind, insbesondere im Handelsbereich.
Der Entwurf befürwortet einen entschlosseneren Einsatz von Handelsdruck als Instrument im Umgang mit China. Das Dokument sieht jedoch keine Trennung oder direkte Konfrontation mit Peking vor, sondern wählt stattdessen einen Ansatz, der Entschlossenheit mit Pragmatismus verbindet.
Die Position der EVP vertritt, dass die EU den Dialog mit China aufrechterhalten sollte, während sie bei Bedarf Handelsdruck ausübt. Das Ziel ist, eine Eskalation der Spannungen zu vermeiden und ein Gleichgewicht zwischen der Verteidigung europäischer Interessen und der Aufrechterhaltung funktionierender diplomatischer Beziehungen anzustreben.
Dieser Ansatz spiegelt den Versuch der größten europäischen politischen Gruppe wider, eine kohärente Strategie angesichts einer der wichtigsten außenpolitischen Herausforderungen der EU zu definieren und auf die Bedenken verschiedener Mitgliedstaaten bezüglich der wirtschaftlichen Abhängigkeit von China zu reagieren.




