Die Confederacão dos Agricultores de Portugal (CAP) vertritt die Ansicht, dass die Reaktion auf die Krise, die die Weinbranche durchlebt, alle Anbauregionen des Landes abdecken und nicht auf das abgegrenzte Douro-Gebiet beschränkt sein sollte, wo die Regierung spezifische Beihilfen angekündigt hat. Die Organisation ist der Meinung, dass die Probleme, mit denen die Erzeuger konfrontiert sind, den gesamten Sektor betreffen, einschließlich des Konsumrückgangs, der Schrumpfung der Exporte, der Lagerbestände, der steigenden Produktionskosten und der Finanzierungsschwierigkeiten.
Die CAP äußert besondere Besorgnis über das Eindringen von spanischem Fasswein auf dem portugiesischen Markt. Der Verband wirft der Regierung vor, keine ausreichende Kontrolle über diese Einfuhren zu gewährleisten, und warnt vor den Auswirkungen der Preise auf die einheimische Produktion. Nach Angaben der Organisation verursacht das Eindringen von Fasswein aus Spanien, in einigen Fällen ohne Herkunftszertifizierung und ohne angemessene Überwachung, jährliche Verluste von Dutzenden Millionen Euro für die portugiesischen Erzeuger.
Generalsekretär Luís Mira von der CAP erklärt, dass die Organisation die freie Warenverkehrsfreiheit oder rechtmäßige Einfuhren nicht infrage stellt, jedoch vollständige Rückverfolgbarkeit, wirksame Überwachung und Kontrolle sowie klare Informationen über die Herkunft des in Portugal vermarkteten Weins fordert. Der Verband weist auch auf erhebliche Unterschiede zwischen den den portugiesischen und spanischen Erzeugern gewährten Beihilfen hin und warnt, dass die Verschärfung dieses Ungleichgewichts den Verlust der Wettbewerbsfähigkeit des nationalen Sektors erhöhen könnte.
Die CAP hat der Regierung bereits Vorschläge struktureller Art unterbreitet und setzt sich für eine nationale Strategie für den Sektor ein, begleitet von einer verstärkten Förderung portugiesischer Weine im Ausland. Die Organisation ist der Ansicht, dass sich die Maßnahmen nicht auf punktuelle Beihilfen beschränken können und dass der Staat die bestehenden Handelsabkommen nutzen sollte, um die Präsenz portugiesischer Weine auf den internationalen Märkten zu stärken, um die Überschüsse zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit der verschiedenen Weinbauregionen wiederherzustellen.




