Schweden wählt am Sonntag ein neues Parlament in einer Kampagne, die stark von Einwanderung und Lebenshaltungskosten geprägt wurde, wobei das Regierungsszenario völlig offen ist. Parallel finden Regional- und Kommunalwahlen statt, an denen europäische Bürger teilnehmen können, darunter rund sechstausend in Schweden lebende Portugiesen.
Die neuesten Umfragen zeigen, dass die Gesamtheit der Oppositionsparteien den Parteien der Regierungskoalition sehr nahe kommt, die Moderaten, Christdemokraten und Liberale umfasst, unterstützt durch die rechtsradikale nationalistische Partei, die Schwedendemokraten. Der Unterschied zwischen den beiden Blöcken liegt innerhalb der Fehlerquote von 2,6 Prozentpunkten, was den Ausgang der Wahlen schwer vorhersagbar macht.
Die führende Oppositionspartei, die Sozialdemokraten, unter der Führung der ehemaligen Ministerpräsidentin Magdalena Andersson, halten die alleinige Führung mit 26,6% der Stimmenintention, laut dem Meinungsforschungsinstitut Novus. An zweiter Stelle stehen die Schwedendemokraten mit 19,3%, gefolgt von den Moderaten des amtierenden Ministerpräsidenten Ulf Kristersson mit 16,6%. Die Liberalen mit 5,8% befinden sich auf einem Aufwärtstrend, was zu einem Sieg der Rechten beitragen könnte.
Sollte die Linke mehr Sitze erhalten, wird Andersson voraussichtlich die erste Frau als gewählte Ministerpräsidentin Schwedens werden. Wenn die Rechte gewinnt, wird die derzeitige Koalitionsregierung voraussichtlich bestehen bleiben, aber mit dem erstmals möglichen Einzug der Rechtsradikalen in eine schwedische Regierung, wie Kristersson im April angekündigt hat.




