Danilo Zocatelli, ein 37-jähriger Fotograf, der in Marialva im Inneren von Paraná aufwuchs, hatte die Sonntage als den schlimmsten Tag der Woche während seiner Kindheit. Sein Vater João brachte ihn zu einem Fußballplatz, einer Umgebung, die er nie verstehen oder in die er sich einfügen konnte, und beschrieb sie als stark maskulin im traditionellsten Sinne des Wortes. Jahrzehnte später kehrte Danilo an denselben Ort zurück, um die Unannehmlichkeiten der Vergangenheit zu vertreiben, diesmal in Begleitung seines Vaters, der sich mit einer welligen Perücke, Drag-Queen-Make-up sowie Shorts und einem Palmeiras-Hemd fotografieren ließ.
Die Fotosession resultierte in der Serie „Querido pai", die ab diesem Samstag in der Galerie O Jardim in der Mooca in São Paulo ausgestellt wird. Bevor sie nach Brasilien kam, wurde die Arbeit in verschiedenen Ländern präsentiert, darunter Frankreich, England, die Schweiz und Belgien, und sorgte überall für große Erschütterung.
Das Projekt entstand im Rahmen von Danilos Masterarbeit in Fotografie an der Royal School of Art in London. Der Fotograf erklärte, dass die Erfahrung mit seinem Vater auf dem Fußballplatz für ihn während der Kindheit nie einen Sinn ergab, und die Fotoserie stellte eine Möglichkeit dar, diese alten Gefühle endlich zu konfrontieren und zu lösen.




