Die Ministerin Cármen Lúcia vom Obersten Gerichtshof (STF) hat ihre Teilnahme an der 28. Internationalen Buchbiennale von São Paulo, die in dieser Woche stattfand, abgesagt. Sie war für zwei Veranstaltungen bestätigt: ein Gespräch um 10 Uhr mit der Anthropologin und Historikerin Lilia Moritz Schwarcz über weibliche Repräsentativität in der brasilianischen Gesellschaft, und eine weitere Debatte um 16:30 Uhr über Demokratie in der Kultur-Arena, dem poppigsten Bereich der Veranstaltung.
Die Biennale informierte über eine Mitteilung in den sozialen Netzwerken, dass die Absage aufgrund von Verpflichtungen der Ministerin erfolgte. Die Teilnahme von Cármen Lúcia galt als einer der Höhepunkte der Veranstaltung, da sie immer häufiger literarische Festivals im Land besucht.
Im Juli dieses Jahres wurde Cármen Lúcia als Pop-Ikone bei der internationalen literarischen Festivität von Paraty (Flip) empfangen, was ihre wachsende Popularität im brasilianischen Kulturkreis zeigt. Der STF durchlebt in dieser Zeit die größte Krise seiner Geschichte, was möglicherweise mit der Änderung ihres öffentlichen Terminkalenders zusammenhängt.




