Mário Vaz, Analyst für internationale Politik, gab der Executive Digest das zweite von drei Interviews zum 25. Jahrestag des 11. September. In diesem Gespräch analysiert Vaz die Veränderungen der globalen Machtverhältnisse seit den Anschlägen von 2001.
Der Analyst weist darauf hin, dass Europa in drei wesentlichen Bereichen eine Haltung der Abhängigkeit eingenommen hat: Es hat die Sicherheit an die Vereinigten Staaten, die Energie an Russland und die Industrie an China ausgelagert. Diese Entscheidung hatte laut Vaz tiefgreifende Konsequenzen für das weltweite geopolitische Gleichgewicht.
Vaz erklärt, dass die strategischen Entscheidungen Washingtons dazu beitrugen, China auf der internationalen Bühne Raum zu geben. Gleichzeitig erschütterten diese Entscheidungen die Glaubwürdigkeit des Westens in der Welt.
Der Analyst kommt zu dem Schluss, dass diese Dynamiken in der multipolaren Welt resultierten, die sich für 2026 abzeichnet – ein Szenario, das durch die Verteilung der Macht zwischen verschiedenen globalen Akteuren gekennzeichnet ist, anstatt einer westlichen Vorherrschaft.



