Die Weinproduktion in Portugal soll in der kommenden Ernte 650 Millionen Liter erreichen, was einem Anstieg von 12% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Francisco Toscano Rico, Präsident des Instituts für Wein und Weinbau (IVV), erklärte, dass diese Erholung gegen den europäischen Trend verläuft, da die Produktion in Europa insgesamt auf einen Rückgang von 11% hindeutet. Trotz des Wachstums liegt die portugiesische Produktion noch unter dem Fünfjahresdurchschnitt.
Die Ernte begann in diesem Jahr aufgrund der günstigen Wetterbedingungen früher, begann im Juli in den wärmeren Regionen und erstreckte sich bis Anfang Oktober in den kühleren Gebieten. Der Präsident des IVV betonte, dass die Qualität des in diesem Jahr produzierten Weins ausgezeichnet ist.
In Bezug auf die Verkäufe steht der Sektor vor einem Rückgang des weltweiten Konsums, verschärft durch geopolitische Instabilität und die Auswirkungen von Zöllen auf den Handelsaustausch. Portugal bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont, obwohl es im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eine überlegene Widerstandsfähigkeit gezeigt hat. Der Sektor exportiert Wein in 150 Länder.
Das IVV richtet seinen Blick auf neue Märkte, um den Druck auf die traditionellen Absatzmärkte auszugleichen. Toscano Rico betrachtete die Handelsabkommen mit Indien und dem Mercosur als fantastische Chance, wobei er insbesondere den brasilianischen Markt hervorhob, der die Präsenz der portugiesischen Weine stärken und neue Möglichkeiten für den Sektor schaffen könnte.




