Der brasilianische Finanzmarkt löste sich vom negativen internationalen Szenario und schloss Donnerstag mit einem Anstieg, trotz des Öls bei 107 US-Dollar pro Barrel, was die Besorgnis über Auswirkungen auf die Inflation und den Weg der globalen Zinssätze erhöhte. Der Dollar fiel auf R$ 5,10 und der Ibovespa stieg um 1,42% auf 188.269 Punkte.
Analysten weisen darauf hin, dass neue Wahlumfragen, die einen engen Wettbewerb zwischen Lula undFlavio Bolsonaro in einer eventuellen Stichwahl zeigen, zur positiven Einschätzung des Marktes beitrugen. Der Senator aus Rio de Janeiro erscheint numerisch in einigen dieser Umfragen vorne, was die Wetten auf prädiktiven Marktplattformen beeinflusst und folglich die Finanzindikatoren.
Der Anstieg des Öls kommt Brasilien als Rohölexporteur zugute, erhöht die Dollar-Einnahmen des Landes und valorisiert die Aktien nationaler Ölgesellschaften, mit besonderem Augenmerk auf Petrobras. Dieser externe Faktor ergänzt das politisch-wahlpolitische Szenario, um den Optimismus auf dem heimischen Markt anzutreiben.
Der brasilianische Markt zog wieder ausländische Investoren an, mit Analysen, die begannen, "Brasilien kaufen" zu empfehlen. Der Saldo ausländischer Investitionen an der brasilianischen Börse stieg im letzten Monat signifikant an, was eine Umkehrung der Kapitalflucht signalisiert, die beobachtet worden war.




