Die Beerdigung von Ratko Mladić, bekannt als der "Schlächter vom Balkan", zog Tausende von Menschen in der serbischen Hauptstadt Belgrad zusammen. Mladić war ein bosnisch-serbischer Militärkommandant während des Bosnienkriegs (1992-1995).
Mladić wurde vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Seine Verurteilungen beinhalteten die Verantwortung für das Massaker von Srebrenica, bei dem etwa 8.000 muslimische Männer und Jungen getötet wurden.
Die Ehrung in Belgrad löste internationale Kontroversen aus, mit Kritik daran, dass Serbien weiterhin Kriegsverbrecher verherrliche. Die serbische Regierung behielt eine ambivalente Position zu Mladić bei, ohne ihn als öffentlichen Helden zu betrachten, aber auch ohne seine Erinnerung offen zu verurteilen.
Mladić starb 2023 im Alter von 78 Jahren, während er eine lebenslange Haftstrafe in Frankreich verbüßte. Seine Beerdigung zog sowohl Unterstützer an, die ihn als Verteidiger der Serben sahen, als auch Verurteilung aus der internationalen Gemeinschaft.




