Das Stadtparlament von Lissabon wurde zu einer einzigen Geldstrafe von 463.700 Euro im Fall des sogenannten Russiagate verurteilt, gemäß einer Entscheidung des Südlichen Zentralen Verwaltungsgerichts, die am Donnerstag bekannt gegeben wurde. Die Geldstrafe bezieht sich auf die Weitergabe persönlicher Daten russischer Aktivisten.
Die ursprünglich von der Nationalen Datenschutzkommission verhängte Geldstrafe war deutlich höher und belief sich auf 1,25 Millionen Euro. Der Betrag wurde im Rahmen des Gerichtsverfahrens reduziert.
Der Fall Russiagate betrifft die Weitergabe sensibler Informationen über russische Aktivisten, was Fragen zum Schutz personenbezogener Daten und zur Verantwortung öffentlicher Stellen bei der Verwaltung vertraulicher Informationen aufgeworfen hat.
Die Entscheidung des Gerichts stellt den Abschluss eines mehrere Jahre dauernden Verfahrens dar, das in der Verhängung einer erheblichen finanziellen Sanktion gegen die Stadtverwaltung von Lissabon mündete.




