José Sócrates, der ehemalige portugiesische Premierminister, kündigte an, dass er keinen Anwalt finden könne, der ihn in einem Gerichtsverfahren vertritt. Der ehemalige Regierungsvertreter machte diese Erklärung nach dem Rücktritt von Pedro Delille, der als sein Verteidiger benannt worden war.
Sócrates beschuldigte den Ordenspräsidenten der Anwaltskammer, ein "politischer Aktivist" zu sein, und suggerierte, dass das Verfahren politische und nicht nur rechtliche Beweggründe hat.
Der ehemalige Premierminister kritisierte auch das Gericht dafür, sein Recht auf Verteidigung nicht zu respektieren, und argumentierte, dass die Frist von nur 10 Tagen, die den Anwälten gegeben wurde, um den Fall zu prüfen, unzureichend ist und eine angemessene Verteidigung unmöglich macht.
Der Rücktritt von Pedro Delille ließ Sócrates ohne bekannte rechtliche Vertretung zurück, was Fragen zum Fortgang des Gerichtsverfahrens aufwirft, das den ehemaligen Regierungschef betrifft.




