Der spanische Kongress hat am Donnerstag einen Vorschlag genehmigt, der die Gewährung der spanischen Staatsbürgerschaft an die im Westsahara geborenen Saharier ermöglicht, als dieses Gebiet unter spanischer Verwaltung stand. Die Entscheidung wurde inmitten der Spannungen zwischen Madrid und Marokko getroffen.
Die Maßnahme könnte bis zu 110.000 Personen betreffen, einschließlich der Saharier, die in dem Gebiet während der spanischen Kolonialzeit geboren wurden, die 1975 endete. Das Westsahara ist ein zwischen Marokko und der Polisario-Front umstrittenes Gebiet.
Die Entscheidung hat das Potenzial, die bereits heiklen Beziehungen zwischen Madrid und Marokko weiter zu komplizieren. Die beiden Länder haben in letzter Zeit diplomatische Spannungen aufrechterhalten, und diese Maßnahme könnte den Streit verschärfen.
Der spanische Kongress setzte damit den Vorschlag um, der darauf abzielt, das Recht auf die spanische Staatsbürgerschaft für diese Bevölkerungsgruppe anzuerkennen, in einer Zeit, in der die Beziehungen zwischen Spanien und Marokko eine besonders sensible Phase durchlaufen.



