Amnesty International hat einen Bericht veröffentlicht, der Russland beschuldigt, ein „System von Zwang, Betrug und Täuschung" einzusetzen, um ausländische Staatsbürger für die russischen Streitkräfte anzuwerben. Der Bericht beschreibt, wie Russland diese Ausländer an die Front in der Ukraine schickt, häufig ohne angemessene Ausbildung oder geeignete Ausrüstung.
Die russischen Rekrutierer nutzen vor allem Menschen in wirtschaftlich oder migratorisch vulnerablen Situationen aus. Diese werden häufig mit Versprechungen von guten Löhnen und Aufenthaltsdokumenten in Russland gelockt, landen dann aber in Kampfzonen, ohne die tatsächlichen Bedingungen des Militärdienstes vollständig zu kennen.
Unter den Betroffenen befinden sich auch IT-Spezialisten aus Brasilien und anderen Ländern, die zunächst mit attraktiven Jobangeboten angesprochen und dann unter Druck gesetzt werden, sich den russischen Streitkräften anzuschließen. Der Bericht von Amnesty International dokumentiert Fälle, in denen diese Ausländer als „Kanonenfutter" verwendet und an die vordersten Linien des Konflikts in der Ukraine geschickt werden.



