Biologisch gesehen gibt es keine zwei Arten von Dopamin. Das Molekül ist dasselbe, und die Begriffe „schnelles Dopamin" und „langsames Dopamin" sind keine wissenschaftlichen Ausdrücke, sondern vielmehr populäre Begriffe, die verwendet werden, um verschiedene Arten der Gehirnfunktion zu erklären. Was sich wirklich ändert, ist die Art und Weise, wie das Belohnungssystem stimuliert wird: die Geschwindigkeit, die Intensität, die Vorhersagbarkeit, der erforderliche Aufwand und die Häufigkeit, mit der die Belohnung auftritt.
Dopamin ist auch nicht einfach das „Molekül der Freude". Es ist vor allem an Motivation, Lernen und Erwartung beteiligt und hilft dem Gehirn zu identifizieren, was wiederholt werden sollte. Wenn eine Erfahrung eine Belohnung erzeugt, insbesondere wenn sie unerwartet ist, lernen wir schnell, sie erneut zu suchen.
Hier kommt das ins Spiel, was allgemein als „schnelles Dopamin" bezeichnet wird: Es sind nahezu sofortige Belohnungen, die mit minimalem Aufwand erzielt werden, wie das Öffnen einer Benachrichtigung, das Erhalten eines Likes, das Anschauen eines kurzen Videos oder das Weiterklicken zum nächsten Inhalt. Diese Erfahrungen stimulieren das Belohnungssystem intensiv und unmittelbar.




