Die Filmemacherin von "Mother's Baby (La semilla)" verbirgt weder die Inspiration durch Roman Polanskis Klassiker in ihrem Werk, noch verleugnet sie diese. Die Verbindung zu "Rosemary's Baby" wird bereits im Titel des Films hergestellt, der von der spanischen Verleihung den Untertitel "La semilla" in Klammern erhält, als weitere Anspielung auf den Originalfilm. Die spanische Verleihung fügte dieses Detail als zusätzliche Hommage an Polanskis Klassiker hinzu.
Der Film präsentiert eine sehr ähnliche Prämisse wie "Rosemary's Baby" und stellt den Zuschauer vor eine zentrale Mehrdeutigkeit: Sind die Ereignisse, die die Protagonistin betreffen, real oder sind sie das Produkt einer wahnhaften und obsessiven postpartalen Depression? Diese gleiche Frage wurde von der von Mia Farrow dargestellten Figur in Polanskis Film von 1968 aufgeworfen.
Der Vergleich mit Polanskis Klassiker ist unvermeidlich, da beide Filme dieselbe Dualität zwischen Realität und Wahn erkunden und das Publikum über die wahre Natur der erzählten Ereignisse im Zweifel lassen. Die Kritik hebt hervor, dass der Film diese Tradition des psychologischen Thrillers beibehält, indem er nicht eindeutig offenbart, welche der beiden Möglichkeiten die wahre ist.




