Das Unternehmen Águas do Centro Litoral (AdCL) investiert 5,5 Millionen Euro, um die Infrastrukturen im Einzugsgebiet des Lis-Flusses widerstandsfähiger zu machen. Die Präsidentin des Vorstands, Filipa Alves, erklärte, dass diese Investition aufgrund von zwei Ereignissen zustande kam: einem Unfall an einer Pumpstation in Monte Real, im Kreis Leiria, und den Auswirkungen des Tiefs Kristin, das zu Stromausfällen und zusätzlichem Verschleiß der Systeme führte.
Am 12. August 2025 zwang ein Defekt an der von AdCL betriebenen Pumpstation zur Einleitung von unbehandeltem Abwasser in den Lis-Fluss. Die Portugiesische Umweltagentur schätzte, dass zwischen 20.000 und 25.000 Kubikmeter Rohabwasser eingeleitet wurden, die auch Bewässerungsgräben beeinträchtigten.
Die Investition von 5,5 Millionen Euro umfasst die Erneuerung von Ausrüstungen wie Pumpen, Generatoren, Ventilen und elektrischen Schalttafeln sowie Automatisierungssysteme für eine bessere Überwachung. Filipa Alves teilte mit, dass 4,1 Millionen Euro bereits vertraglich gesichert sind, wobei einige Ausrüstungen bereits geliefert wurden und andere sich in der Lieferphase befinden. Die Maßnahmen zielen auch darauf ab, Kommunikationssysteme und die Logistik für Ersatzteile zu verbessern.
Die Präsidentin von AdCL warnte außerdem, dass das Flussbett des Lis die Ufer beschleunigt erodiert und einige Infrastrukturen des Unternehmens freizulegen droht. Die Situation wurde der APA gemeldet, damit diese die Regulierung des Flussbetts und der Ufer vorantreibt. Die AdCL ist für das multimunicipale Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungssystem des Centro Litoral verantwortlich und bedient 30 Gemeinden mit einer Bevölkerung von 725.000 Einwohnern.




