Drei portugiesische Distrikte — Lissabon, Porto und Setúbal — konzentrieren 58,5 % aller Anbieterwechsel im Energiesektor des Landes, ein Muster, das sich nicht durch finanzielle Barrieren erklären lässt, da ein Anbieterwechsel kostenlos ist, keine Kreditgenehmigung erfordert und die Versorgung nicht unterbricht. Die Analyse von ComparaJá zeigt, dass die Konzentration vielmehr eine Ungleichheit beim Zugang zu Informationen widerspiegelt: Wo es mehr Werbung, physische Geschäfte und Gespräche über das Thema gibt, gibt es mehr Wechsel. Der monatliche Unterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Tarif kann für große Familien über 58 Euro liegen, doch diese Ersparnisse bleiben genau in den Gebieten mit der geringsten Beteiligung unausgeschöpft. Der portugiesische Markt erweist sich als Markt für Teilentscheidungen, wobei 74,5 % der Wechsel nur Strom betreffen und 94,9 % der Verbraucher den Einfachtarif ohne Optimierungen ihres eigenen Verbrauchsprofils wählen.
Jornal Económico10.09.26, 14:00