Die Autorin Luisa Schmidt analysiert den Stand der Nachhaltigkeit in Portugal und zeichnet ein Bild, das schwerwiegende Probleme mit bedeutenden Fortschritten vermischt. Als Hauptprobleme identifiziert sie die ungeordnete Entwicklung der Küstengebiete angesichts von Erosion und Meeresspiegelanstieg, die fortbestehende ungeordnete Waldentwicklung trotz der Katastrophen seit 2017, das Fehlen einer wirksamen Bewirtschaftung der geschützten Gebiete und der Biodiversität sowie die wachsende Abhängigkeit vom Straßenverkehr ohne Fortschritte im Schienenverkehr. Schmidt führt diese Mängel auf das Fehlen einer effektiven Planung und kontinuierlicher Raumordnungspolitiken zurück.
Der Artikel erkennt jedoch wichtige seit der ersten Dekade der 2000er Jahre erzielte Fortschritte an, darunter die Einführung von Systemen zur getrennten Abfallsammlung, die Entwicklung erneuerbarer Energien mit Schwerpunkt auf Windkraft, die Ausweitung der Trinkwasserversorgung auf das gesamte Land, die Verbesserung der Qualität der Flussstrände, die Übernahme von Umweltregeln durch Unternehmen und Industrien, den Fortschritt der Umwelterziehung und das wachsende Bewusstsein neuer Generationen für Umweltprobleme.
Für die nächsten 25 Jahre skizziert Schmidt mehrere Hoffnungslinien: die dezentrale Expansion erneuerbarer Energien durch kollektiven Eigenverbrauch und Energiegemeinschaften, die Entwicklung einer vernetzten Kreislaufwirtschaft, die Nutzung der Blauen Wirtschaft mit dem Kontinentalschelf, die intelligente Integration von Umwelt- und Wirtschaftswerten, ernsthafte Investitionen in die Schienenmobilität und die Stärkung lokaler Dynamiken mit größerer Beteiligung der Gemeinden und Bürger.
Der Artikel wurde anlässlich des 25. Jahrestags des BCSD Portugal verfasst, einer Organisation, die Unternehmen und Akademiker mit anerkanntem Einfluss im portugiesischen Wirtschafts- und Wissenschaftsbereich




