Nach Jahren als Hauptbestandteil von Anti-Aging-Hautpflegeroutinen teilt Retinol nun die Aufmerksamkeit mit einem „Bruder"-Derivat: Retinal. Dieses Molekül, ebenfalls ein Derivat von Vitamin A, erlangte bei K-Beauty-Enthusiasten besondere Bedeutung und begann, durch Produkte, die in sozialen Netzwerken viral gingen, um den Titel des beliebtesten Inhaltsstoffs in dermatologischen Protokollen zu konkurrieren.
Die Dermatologin Paula Bellotti erläutert, dass der Hauptunterschied zwischen beiden in der Anzahl der Schritte liegt, die für die Umwandlung in Retinsäure erforderlich sind, die biologisch aktive Form von Vitamin A. Sie erklärt, dass Tretinoin, wie Retinsäure auch genannt wird, der Goldstandard für die Behandlung von Lichtalterung ist, die Haut jedoch sehr empfindlich macht, was zur Entwicklung besser verträglicher Derivatmoleküle führte.
Laut Bellotti muss Retinol zwei Umwandlungsphasen durchlaufen: Zuerst wird es zu Retinal und wandelt sich dann in Retinsäure um. Retinal hingegen benötigt für diese Umwandlung nur einen Schritt, was es wirksamer macht als Retinol. Die Expertin empfiehlt außerdem Pflege- und Anwendungshinweise für diese Wirkstoffe in der Hautpflegeroutine.




