Der Vulkan Furnas, der auf der Insel São Miguel auf den Azoren liegt, wurde aufgrund eines Anstiegs der seismischen Aktivität in der Region auf die Alarmstufe V1 angehoben. Die Entscheidung wurde vom Zentrum für seismovulkanische Information und Überwachung der Azoren (CIVISA) bekannt gegeben, das präzisierte, dass der Alarm für einen Zeitraum von acht Tagen gelten wird und während dieses Intervalls überarbeitet werden kann, falls neue Informationen vorliegen.
Die Stufe V1 entspricht der ersten Stufe über dem Ruhezustand und deutet auf ein vulkanisches System in einer "metastabilen Gleichgewichtsphase" mit schwacher Aktivität hin. Die vom CIVISA verwendete Skala umfasst acht Stufen, von V0 bis V7, wobei V0 die normale Aktivität eines ruhenden Vulkans darstellt und V7 einen laufenden magmatischen oder hydromagmatischen Ausbruch kennzeichnet. Der Übergang zu V1 entspricht daher nicht der Klassifizierung eines laufenden Ausbruchs.
Die Zunahme der seismischen Aktivität begann am Dienstag, dem 8. September, um 11:47 Uhr Ortszeit. Das stärkste Erdbeben ereignete sich um 16:41 Uhr am Vortag mit einer Magnitude von 2,9 auf der Richterskala, klassifiziert als sehr klein, das jedoch trotzdem von der Bevölkerung wahrgenommen wurde. Das Epizentrum befand sich etwa vier Kilometer west-südwestlich von Furnas, in der Gemeinde Povoação, wo die Erschütterung mit einer maximalen Intensität V auf der modifizierten Mercalli-Skala wahrgenommen wurde.
Die Gemeinde Furnas ist bekannt für ihre Fumarolen und Manifestationen des sekundären Vulkanismus, gewöhnlich als Calderen bezeichnet. Die Begründung für die Anhebung des Alarms konzentrierte sich jedoch auf die seismische Aktivität, wobei das CIVISA klarstellte, dass alle registrierten Ereignisse von niedriger Magnitude sind.




