Der innere Machtkampf am Obersten Bundesgericht hat eine Führungskrise im Gericht aufgedeckt, mit Kritik an der Amtsführung von Präsident Edson Fachin. Der brudermörderische Streit unter den Richtern hat das Fehlen einer festen Führungsfigur an der Spitze des Gerichts offengelegt.
Der Doyen des STF, Gilmar Mendes, tritt in diesem Konflikt als zentrale Figur hervor. Historisch gesehen ist das Amt des Doyen mit einer Vermittler- und Seniorberaterrolle verbunden, die dazu dient, den Zusammenhalt und die Tradition des Gerichts zu wahren.
Der Bericht weist jedoch darauf hin, dass Gilmar Mendes diese Position der institutionellen Neutralität aufgegeben hätte. Anstatt an einer Lösung zu arbeiten, die dem STF als Institution zugutekäme, soll der Doyen in dem internen Kampf eine Seite gewählt haben.
Die Situation stellt die traditionelle Rolle des Doyen am Obersten Gerichtshof infrage, dessen symbolisches Gewicht und historischer Einfluss stets als ausgleichende Elemente in Krisen des Gerichts betrachtet wurden.




