Der Präsident des Obersten Gerichtshofs (STF), Edson Fachin, hat gestern eine Reihe von Entscheidungen getroffen, um die institutionelle Sackgasse zu entschärfen, die in den letzten Tagen am Gericht eskaliert ist. Unter den Maßnahmen zog der Magistrat Verfahren von großer Tragweite an sich, um die Krise zu managen.
In einer dieser Maßnahmen übernahm Fachin die Untersuchung der sogenannten Fake-News-Untersuchung und entzog Alexandre de Moraes die Berichterstattung in dem Fall. Der Präsident setzte außerdem für nächsten Dienstag die Verhandlung über einen Bericht der Bundespolizei an, der Nachrichten des Bankiers Daniel Vorcaro an den Minister zeigte.
Auf einem weiteren Feld setzte Fachin widersprüchliche Anordnungen von André Mendonça und Flávio Dino zur Amtsenthebung des Generaldelegierten der Bundespolizei, Andrei Rodrigues, aus. Der Präsident beließ den Delegierten im Amt und begründete dies damit, dass die Versetzung „schweren Schaden für die öffentliche Ordnung" verursachen würde.
Fachins Entscheidungen zielten darauf ab, die Integrität des Gerichts zu wahren, indem versucht wurde, die Streitigkeiten zwischen den Ministern des STF selbst einzudämmen, die die institutionelle Krise am Gericht in den letzten Tagen verschärft hatten.




