Der Ministerrat hat Mitte Juli einen Vorschlag zur Überarbeitung des Haushaltsrahmengesetzes (LEO) gebilligt, der am Mittwoch dem Parlament zur Beratung und Abstimmung vorgelegt wurde. Der Vorschlag zielt darauf ab, das portugiesische Gesetz an den neuen Rahmen für die wirtschaftspolitische Steuerung der Europäischen Union anzupassen, nachdem die ursprüngliche Frist hierfür überschritten wurde.
Das Gesetz sieht vor, dass die in den neuen mittelfristigen Planungsrahmen vorgesehenen Ausgabengrenzen die Grundlage für das Haushaltsgesetz des folgenden Jahres bilden und somit mehr Stabilität und Vorhersehbarkeit bei der Gestaltung der Staatshaushalte gewährleisten. Der Nationale Strukturelle Mittelfristige Haushaltsplan (POENMP) wird zum Strukturierungselement der Staatshaushaltspolitik und ist nicht mehr auf das Stabilitätsprogramm ausgerichtet.
Die Überarbeitung sieht vor, dass der mittelfristige Haushaltsplanungsrahmen im folgenden Jahr hinsichtlich der Ausgabengrenze für die öffentliche Verwaltung bindend ist, in Übereinstimmung mit der mit der Europäischen Kommission vereinbarten Referenztrajektorie für die Nettoausgaben. Die mittelfristigen Haushaltspläne müssen von den Regierungen, die ihr Amt antreten, bis zum 15. April vorgelegt werden, wobei die Rechnungsführungseinheit Staat schrittweise eingeführt wird und der Abschluss bis zum Staatshaushaltsgesetz 2029 geplant ist.
Der Vorschlag umfasst auch eine Stärkung der Befugnisse des Rates für öffentliche Finanzen (CFP), wobei festgelegt wird, dass die Regierung den Bewertungen dieser Institution nachkommen oder innerhalb von zwei Monaten öffentlich ihre Position begründen muss. Das 129-seitige Dokument wurde nach Beiträgen des CFP, des Rechnungshofs und der Technischen Einheit für Haushaltsunterstützung (UTAO) ausgearbeitet.




