Wer zu Hause Lebensmittel lagert, steht häufig vor einem Problem: Man kauft eine Packung mit Dutzenden von Sauerstoffabsorbern, verwendet einige in einem Behälter mit Getreide und bewahrt den Rest für eine spätere Verwendung auf. Wochen später, wenn man die übrig gebliebenen wiederverwendet, hält das Lebensmittel nicht so lange wie erwartet, obwohl es scheint, als hätte der Absorber funktioniert.
Das Problem liegt nicht am Produkt selbst, sondern an der Zeit. Der Sauerstoffabsorber wird durch eine chemische Reaktion aktiviert, die beginnt, sobald er mit Luft in Kontakt kommt, nicht erst wenn er tatsächlich zur Lagerung des Lebensmittels verwendet wird.
Der Sauerstoffabsorber für Lebensmittel wird aus Eisenpulver hergestellt, das durch Salz (Natriumchlorid) aktiviert und durch Aktivkohle neutralisiert wird. Innerhalb der originalen, vakuumversiegelten Verpackung ist kein Sauerstoff verfügbar, wodurch das Eisen inert und unbegrenzt lange haltbar bleibt.
Im Wesentlichen handelt es sich um dieselbe Reaktion, die auch Rost an jedem Metallstück bildet, das der Luft ausgesetzt ist. Sobald die Verpackung geöffnet wird, beginnt der Oxidationsprozess des Eisens sofort, und die Absorber verlieren ihre Wirksamkeit progressiv, bis sie völlig unwirksam werden.




