Der als Erythema ab igne (EAI) bekannte Zustand, im Volksmund auch "Syndrom der gerösteten Haut" genannt, ist eine Art Verbrennung, die durch längere Einwirkung von Niedertemperaturwärme verursacht wird. Ursprünglich häufig bei Personen, die Wärmflaschen oder Heizkissen verwenden, tritt dieser Zustand bei Kindern zunehmend häufiger auf.
Die Zunahme der Fälle bei Kindern steht im Zusammenhang mit der von Elektronikgeräten wie Computern, Telefonen und Laptops abgegebenen Wärme – Objekte, die Kinder im Alltag mit zunehmender Häufigkeit nutzen. Die längere Einwirkung dieser Niedertemperaturwärmequellen führt letztendlich zu Hautschäden.
Eine von Mara Znagoveanu, von den University Hospitals of Leicester NHS Trust, veröffentlichte Fallübersicht beschreibt einen emblematischen Fall. Ein Kind kam in die Notaufnahme eines Krankenhauses mit einem Hautausschlag ohne erkennbare Ursache.
Zwei Wochen nach dem ersten Besuch kehrte der Patient ins Krankenhaus zurück, da sich der Ausschlag verschlechtert hatte und schmerzhaft bei Berührung geworden war sowie Bereiche des Abschälens aufwies. Dieser Fall veranschaulicht, wie sich der Zustand verschlechtern kann, wenn er nicht rechtzeitig erkannt und angemessen behandelt wird.




