Im Jahr 1976 wurde in Lateinamerika das Werk "Die Tante Julia und der Schreibmeister" von Mario Vargas Llosa veröffentlicht, das den Höhepunkt des sogenannten Booms der lateinamerikanischen Literatur darstellte. Das Buch durchquerte die Region mit unterschiedlichen Zensurstufen und demonstrierte den Wert, den diese Literatur damals noch besaß. Die Geschichte spielt in der Stadt Piura und im Amazonasgebiet Perus.
Ein halbes Jahrhundert später weist die Mehrheit der lateinamerikanischen Länder einen bedeutenden Rückschritt beim Leseverständnis auf, trotz gestiegener Bildungsschichten. Das bedeutet, dass die Leser größere Schwierigkeiten hätten, Bücher wie das von Vargas Llosa zu erfassen, selbst mit mehr Studienjahren.
Die jüngsten Ergebnisse des PISA 2025 offenbaren ein Defizit, das sich nicht nur auf das Lesen, sondern auch auf Mathematik und Naturwissenschaften erstreckt. Von den 13 bewerteten Ländern der Region erzielten sieben durchschnittlich Ergebnisse unterhalb der Messung von 2022, während die Daten von sechs anderen stabil blieben.
Die OECD teilte mit, dass der letzte Bericht eines der niedrigsten jemals erfassten Bildungsleistungsniveaus verzeichnet. Der Rückschritt betrifft nicht nur Lateinamerika, sondern auch Spanien, das ähnliche Probleme in der Bildung hat.




