William Siri, Kandidat von PSOL für das Amt des Gouverneurs von Rio de Janeiro, räumte öffentlich ein, dass seine Partei falsch gehandelt hatte, als sie für die Beibehaltung von Rodrigo Bacellar als Präsident der Alerj (Assembleia Legislativa des Bundesstaates Rio de Janeiro) stimmte. Diese Erklärung gab er während eines Interviews beim Radiosender CBN in Zusammenarbeit mit den Zeitungen O Globo, Extra und Valor Econômico ab.
Siri legte auch Vorschläge seines Regierungsprogramms vor und versprach, die Cedae (Companhia Estadual de Águas e Esgotos) und den Zugbetrieb im Bundesstaat Rio de Janeiro zu verstaatlichen.
Der Kandidat erkannte an, dass sein Wahlkampf Schwierigkeiten hat, beim Wähler voranzukommen. Er führte dies auf eine „Verwirrung" zurück, die durch die Unterstützung des ehemaligen Präsidenten Lula für Eduardo Paes von der PSD verursacht wurde, was letztendlich eine Nähe zwischen PSOL und PT im fortschrittlichen Lager zur Folge hatte. Seiner Einschätzung nach erschwert dies die Abgrenzung seiner Kandidatur.
Die aktuellen Zahlen bestätigen diese Schwierigkeiten. Die neueste Quaest-Umfrage, die am Dienstag (8.) veröffentlicht wurde, zeigte, dass die Wahlabsichten für Siri von 3% auf 1% zurückgingen. Der Kandidat verglich seinen Wahlkampf mit einem „David gegen Goliath"-Kampf und wies auf den strukturellen Vorteil seiner Gegner hin, wie PL und PSD, die mit Wahlmaterial präsenter auf den Straßen sind.




