Minister Flávio Dino beschloss, Andrei Rodrigues sofort in sein Amt als Generaldirektor der Bundespolizei und Leandro Almada in sein Amt als Direktor der Kriminalpolizeilichen Intelligenz der Behörde zurückzuversetzen. In seiner Entscheidung erklärte Dino, dass die Maßnahme, beide aus ihrem Amt zu entfernen, laufende Ermittlungen beeinträchtigen würde, da die polizeiliche Intelligenz für verschiedene Ermittlungen unerlässlich ist und ihre Einstellung Arbeiten beeinträchtigen könnte, die von anderen Ministern und Justizbehörden durchgeführt werden.
Die Entscheidung Dinos steht in direktem Widerspruch zur Anordnung des ebenfalls am Obersten Gerichtshof tätigen Ministers André Mendonça, der am Dienstag die Absetzung der beiden angeordnet hatte. Die beiden Minister befinden sich in einem Konflikt über die Leitung der Bundespolizei.
Dino sah schwerwiegende verfahrenstechnische Probleme in der von Mendonça angeordneten Absetzung. Das Hauptargument ist, dass die Partei Novo nicht legitimiert wäre, die vorsorgliche Absetzung der Delegierten in einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren zu beantragen.
Dino zufolge sieht die Strafprozessordnung vor, dass vorsorgliche Maßnahmen von den Parteien, der Polizeibehörde oder der Staatsanwaltschaft beantragt werden, was im Fall der politischen Partei nicht gegeben wäre.




