Richter Flavio Dino vom Obersten Gerichtshof Brasiliens entschied, Andrei Rodrigues in sein Amt als Generaldirektor der Bundespolizei wieder einzusetzen und kehrte damit die Entscheidung seines Kollegen André Mendonça um. In derselben Entscheidung kritisierte Dino Mendonças Vorgehen beim Absetzen der Bundespolizeiführung und bezeichnete dies als Einmischung in die Befugnisse anderer Minister und des Plenums selbst.
Der zentrale Punkt, den Dino hervorhob, war die Enthüllung, dass Mendonça sich mit dem ehemaligen Kontrolleur der Banco Master, Daniel Vorcaro, in den Räumlichkeiten eines privaten Unternehmens getroffen haben soll. Das Treffen wurde vom Portal „ICL" enthüllt, und laut Entscheidung soll es durch die Vermittlung anderer Amtsträger zustande gekommen sein, die in laufenden Ermittlungen vor dem Judikativen auftreten.
In seiner Entscheidung erklärte Dino, dass die Information über das Treffen die Schwere der von Mendonça begangenen Einmischung verstärkte, da Vorcaro in Verfahren untersucht wird, die in Mendonças eigener Zuständigkeit liegen. Der Richter betonte, dass das Treffen mit einem Beschuldigten, für den er selbst verantwortlich ist, in einem Umfeld eines privaten Unternehmens Fragen zur Unparteilichkeit der von ihm in diesem Fall erlassenen Entscheidungen aufwarf.
Die von dem Portal erhaltenen Nachrichten deuten auf die Beteiligung des Anwalts Ciro Rocha als Vermittler des Treffens hin. Dino war der Ansicht, dass die Fakten einen Verstoß gegen das Prinzip des gesetzlichen Richters und die Unabhängigkeit der Mitglieder des Obersten Gerichtshofs demonstrieren, und er bekräftigte die Notwendigkeit, an seiner Entscheidung festzuhalten, die Rodrigues die Führung der Bundespolizei zurückgab.




